xplore-Preisverleihung am 22. März

"Here are the Champions!"

Am 22. März hat im Besucherzentrum der Firma Phoenix Contact die Präsentation aller 28 nominierten xplore-Projekte stattgefunden. Glanzvoller Schlusspunkt der Ausstellung war die Preisverleihung: Fünfmal Gold, fünfmal Silber und fünfmal Bronze gingen an 15 Teams aus Deutschland, Russland und Belgien sowie einen Einzelkämpfer aus der Schweiz. Eine fünfköpfige Jury aus Hochschule, Kultusministerium, Verband und Industrie hat in den Kategorien buildings, ecology, education, factory und net erste, zweite und dritte Plätze vergeben.

BBS 1 MainzIn der Kategorie "buildings", die für Gebäudeautomation steht, wurde anschaulich gezeigt, wie "Technik in erster Linie dem Menschen dienen soll", so Pate Roland Bent von Phoenix Contact. Den Spitzenplatz hat das Team der Berufsbildende Schule 1 aus Mainz mit einem Konzept des behindertengerechten Wohnens erreicht. An zweiter Stelle steht die Mannschaft der David-Roentgen-Schule aus Neuwied, die ein vollautomatisches Schwimmbad vorstellten – sehr anschaulich, das gesamte Team in bunten Bademänteln, denn es ging durchaus nass zu! Platz Drei belegte die Projektgruppe der Oskar-von-Miller-Schule aus Kassel, die den vollautomatisierten Arbeitsprozess einer Waschmaschine präsentierte.

FH GelsenkirchenPate der Kategorie "ecology" war Rektor Dietrich Lehmann von der FH Lippe und Höxter. Hier haben sich sechs Projekte rund um das Thema Umwelt präsentiert. Der erste Platz wurde an das Zweier-Team der FH Gelsenkirchen vergeben, die mit Hilfe von INTERBUS die Messwerterfassung für Sanitäranlagen der Sportarena "Auf Schalke" automatisiert haben. Welche Mengen an Messdaten hier zustande kommen, wenn Schalke 04 spielt, muss man nicht mehr erklären... Den zweiten Platz hat das einzige Frauen-Team des Wettbewerbs belegt: Drei Expertinnen der Uni Stuttgart haben eine automatisierte Anlage zur Umwandlung schädlicher Konzentrate in der Textilindustrie entwickelt. Last but not least wurde ein Team der Berufsbildenden Schule 1 aus Ludwigshafen ausgezeichnet, die ein Visualisierungskonzept einer Wetterstation vorstellte.

Topik DidaktikIn der Kategorie "education" wurde vor allem didaktische Ansätze gewürdigt. Hier verkündete Dr. Friedrich-Wilhelm Barth aus dem Kultusministerium Niedersachsen als Pate die glücklichen Gewinner: Platz Eins für die einzige Firma im Wettbewerb, Topik Didaktik aus Berlin, die durch ein bestechendes Konzept eines Lagersystems mit Sortieranlage überzeugten. Den zweiten Platz belegte die Carl-Benz-Schule Gaggenau mit dem bemerkenswerten Projekt "Stundenplanung für Schulen" – also INTERBUS & AUTOMATION auch im Dienste der Schuldirektoren und Lehrer! Platz Drei ging nach Belgien, an die Hogeschool West-Vlaanderen, die die Simulierung des INTERBUS-Protokolls anhand einer Modelleisenbahn vorstellte.

Tobias BurchDie vierte Kategorie: "factory" - hier ging es um echte industrielle Anwendungen. Als Pate gab Dr. Helmut Sturm vom ZVEI die Jury-Entscheidungen bekannt: Sieger in dieser Kategorie ist Tobias Burch aus der Schweiz mit dem einzigen Ein-Mann-Projekt. Er entwickelte eine automatisierte Anlage zur Holztrocknung. Platz Zwei belegte das große Azubi-Team der Howaldtswerke Deutsche Werft (HDW). Sie hatten mit ihrem Projekt der Bussteuerung bei Schiffen bereits grosses Aufsehen im Vorfeld des Finales erregt. Vom Schwimmen zum Fliegen ging es beim dritten Platz, denn der wurde von der Mannschaft der Hans-Böckler-Schule aus Münster erreicht, die eine automatisierte Anlage zur Flugsicherung entworfen haben.

Uni KarlsruheLetzte Kategorie ist zukunftsweisend "net", hier wurden fünf Projekte nominiert, die Internet-Technologien in der Automation zeigten. Als Pate gab Edwin Holtkamp vom Software-Hersteller Inconics die Jury Entscheidung bekannt: Platz Eins wurde dem Team der Uni Karlsruhe vergeben, das eine Robotersteuerung mit Industrial Ethernet vorstellte. Der zweite Platz ging für die kreative und zukunftsweisende Zusammenarbeit an das Zweier-Team von FH Düsseldorf und ETU Sankt Petersburg, das unter dem Titel "WBS statt SPS" eine Studie zur Web-programmierbaren Steuerung vorstellte. Den dritten Preis errang die Mannschaft der FH Lübeck, die eine durchgängige Lösung eines Laborversuchs über das Internet entworfen hatte.

80 Projekte, davon 28 nominiert und in Blomberg präsentiert, 15 PreisträgerInnen und viel Enthusiasmus sowie Kreativität – das ist das Ergebnis eines spannenden, arbeitsreichen Wettbewerbs von rund einem Jahr Laufzeit. Krönender Abschluss von XPLORE wird Mitte April sein: Die offizielle Preisverleihung der Erstplatzierten nimmt auf der Hannover Messe Bundesministerin Edelgard Bulmahn persönlich vor.